Kurzmitteilung

Freispruch für Antifaschisten in Karlsruhe

Vergangenen Dienstag wurde vor dem Amtsgericht Karlsruhe ein Fall verhandelt, der die Abfuhr für die „Pegida“-Proteste in der Fächerstadt nicht schöner hätte darstellen können.
Bei der letzten Versammlung der rechten Gruppe am 08. November 2016 sollen mehrere Personen die Abreise der Pegida-Organisatoren angegriffen und eine Person aus dem rechten Spektrum verletzt haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.
Der Nebenkläger, Alexander Zubrod, ein 50-jähriger Krankenpfleger aus Pforzheim ist Aktivist der „Identitären Bewegung Baden“. Er stilisierte sich als Geschädigter, verstrickte sich mit seinen Aussagen allerdings in Widersprüche, so dass die Vorwürfe gegen die beiden Beschuldigten nicht aufrecht erhalten werden konnten. Das Verfahren endete letztendlich mit einem Freispruch für beide Angeklagten.
Auch der Versuch des ehemaligen Pegida-Organisators Manuel Eschle, die Aufmerksamkeit der Lokalpresse für das Verfahren zu gewinnen, scheiterte kläglich. Lediglich eine Presse-Vertreterin (Artikel s.u) ist dem Rundschreiben von Eschle gefolgt, der unter dem Pseudonym „Thomas Maurer“ zur Beobachtung des Verfahrens eingeladen hatte.