Die Corona-Demos in Karlsruhe – Eine Übersicht

Die als "Schutzengel" verkleidete Demoanmelderin Neli Heiliger.
Eine der Demoanmelderinnen

Seit dem 1. Mai demonstrieren auch in Karlsruhe verschiedene Gruppen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und eine vermeintliche Einschränkung ihrer Grundrechte. Diese Gruppen und die TeilnehmerInnen der Demos sind jedoch nicht homogen und verfolgen jedeR für sich eine ganz eigene Agenda. Im folgenden wollen wir eine Übersicht über die bisherigen Kundgebungen geben und die beteiligten Akteure näher beleuchten.

Angefangen hat das Ganze mit einer Kundgebung am 1. Mai auf dem Karlsruher Schlossplatz. Dieser sollte in Zukunft Ort der Kundgebungen sein.

Veranstaltet wurde die erste Kundgebung von dem FDP-Mitglied und ehemaligen Kreisvorsitzenden der Jungen Liberalen, Moritz Klammler. Vorrangiges Thema der Kundgebung war die Einschränkung der Grundrechte und eine Forderung nach der Lockerung der Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel eine schnelle Wiederöffnung von Schulen und Kitas.1 Auch wenn Klammler sich nicht unter „Extremismusverdacht“ stellen lassen wollte bestand doch eine große Zahl der Teilnehmenden aus Verschwörungstheoretikern und ImpfgegnerInnen. Auch FaschistInnen der Partei Die Rechte wie zum Beispiel der ehemalige Vorsitzende des Landesverbandes Südwest, Manuel Mültin, und Mitglieder der Identitären Bewegung betweiligten sich an der Kundgebung.2

uDas gemischte Publikum und Vorfälle wie das skandieren von Parolen wie „Mundschutz weg“ könnten ein Grund dafür sein, dass dies die einzige von ihm organisierte Kundgebung zum Thema Coronamaßnahmen war.Das gemischte Publikum und Vorfälle wie das skandieren von Parolen wie „Mundschutz weg“ könnten ein Grund dafür sein, dass dies die einzige von ihm organisierte Kundgebung zum Thema Coronamaßnahmen war.

In diese Lücke sprangen nun andere Akteure aus unterschiedlichen Spektren. Diese lassen sich grob in drei Gruppen unterteilen: EsoterikerInnen, ImpfgegnerInnen und rechte VerschwörungstheorethikerInnen.

Während die esoterischen Kundgebungen vorwiegend harmlos und aus antifaschistischer Sicht uninteressant sind, sind die Kundgebungen der ImpfgegnerInnen und Verschwörungstheoretiker umso interessanter. Diese werden von einem Verein organisiert der sich Netzwerk Demokratie nennt und maßgeblich von zwei (ehemaligen) Mitgliedern der Partei „Deutsche Mitte“. Neben den Kundgebungen die sie Sonntags offen unter ihrem Label „Netzwerk Demokratie e.v.“ veranstalten, sind sie auch maßgeblich an den Kundgebungen von „Fridays for Freedom“, welche hauptsächlich aus VerschwörungstheoretikerInnen besteht, beteiligt.

Die EsoterikerInnen

Mittlerweile fanden schon mehrere Kundgebungen und Zusammenkünfte wie gemeinsames Meditieren von Leuten statt, die man im Großen und Ganzen als EsoterikerInnen bezeichnen kann. Diese wurden jedoch nie von einer organisierten Gruppe veranstaltet sondern die VeranstalterInnen wechselten mehrmals. VeranstalterInnen waren unter anderem ein „Murat“ aus dem Großraum Karlsruhe sowie Nelli Heiliger die als Pflegekraft bei der Badischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz e. V. – Luisenschwestern arbeitet.3

Während „Murat“ vor allem von einer Verschwörung von Bill Gates redet und dem alternativen Spektrum zuzuordnen ist, tritt Heiliger auf Kundgebungen immer in einem Engelskostüm auf und setzt sich vor allem für Kinderrechte ein. Ihr ständiger begleiter ist ein aus dem Schuldienst entlassener Lehrer der auf Kundgebungen in sehr seltsamen und teils verstörenden Verkleidungen auftritt. Doch auch auf diesen sehr skuril anmutenden Veranstaltungen waren immer mal wieder Rechte und antisemitische VerschwörungstheorethikerInnen zu finden. Unter anderem Peter Koch von der AfD und eine Gruppe die für die AfD bei Infoständen und Verantsaltungen den Schutz stellt sowie AnhängerInnen der Qanon Verschwörungstheorie die von einem „Deep State“ ausgeht und unter anderem glaubt Politiker würden Kinder in unterirdischen Militärbasen foltern und deren Blut trinken. Das mag verrückt klingen doch sowohl der rechte Attentäter aus Halle sowie aus Hanau glaubten an diese Theorie und begingen ihr Anschläge aus diesem Grund.

Eine große Außenwirkung erzielen diese Kundgebungen aufgrund ihres verrückten Charakters auf Außenstehende jedoch nicht.

Die VerschwörungstheorethikerInnen und Fridays for Freedom

Fridays for Freedom fand bisher zweimal auf dem Schlossplatz statt. Auch wenn diese Kundgebungen von mindestens einem Mitglied vom Netzwerk Demokratie organisiert werden ziehen diese Veranstaltungen hauptsächlich VerschwörungstheorethikerInnen aus verschieden Spektren an. Neben einigen Reichsbürgern, ImpfgegnerInnen und Chemtrail-Gläubigen findet man dort vor allem Menschen die sich zur Qanon Bewegung zählen. Allerdings sind diese Kundgebungen bisher immer schwach besucht gewesen. Die TeilnehmerInnenzahl bewegte sich jedes Mal zwischen 20 – 40 Personen. Viele PassantInnen die an der Kundgebung vorbei kamen lachten entweder über die Versammlung oder hielten die Teilnehmenden schlicht für verrückt.

Der Förderverein Netzwerk Demokratie e.V.

Der Verein wurde vermutlich im 3. Quartal 2019 gegründet. Seine Facebookseite existiert seit dem 22. September 2019.4 Neben diesem Social Media Kanal besitzt das Netzwerk Demokratie außerdem noch eine Seite bei dem russischen Facebookpendant „VK“ sowie einen Youtube-Kanal eine Webseite und einen eigenen Telegram-Kanal.5,6,7 Auf all diesen Kanälen werden verschiedenste Verschwörungstheorien geteilt aber auch Beiträge der AfD sowie gender-, migrations-, und klimabewegungsfeindliche Veröffentlichungen.

Vorsitzender dieses Vereins ist Thomas Stenzel aus Gernsbach. Dort ist laut Impressum auch der Verein ansäßig.8

Die Zweite Hauptfigur des Netzwerks ist Mark Stuff. Er ist Administrator der Webseite des Vereins und wahr ebenfalls in die Organisation der Kundgebungen involviert.8 Sowohl Thomas Stenzel als auch Mark Stuff waren, oder sind immer noch, Mitglieder der Partei „Deutsche Mitte“ und veranstalteten Stammtische der Partei in Rastatt.9

Die „Deutsche Mitte“ ist eine Partei des rechten Spektrums und steht der Reichsbürgerbewegung nahe. Sie kann eindeutig als antisemitisch bezeichnet werden. Unter anderem gestalteten sie ihre Wahlplakate wie moderne Versionen einer „Stürmer“ Ausgabe, dem antisemitischen Hetzblatt des deutschen Faschisten Julius Streicher.

Vergleicht man die Haltungen des Netzwerk Demokratie mit denen der Deutschen Mitte so findet man viele Überschneidungen die teilweise so wirken als seien sie eins zu eins übernommen worden. Die politische Herkunft der beiden Hauptakteure wird also klar ersichtlich. So ist es kein Wunder, dass einige Redner auf den Kundgebungen des Vereins antisemitische Andeutungen machten. Im Bezug auf das rituelle Opfern von Kindern und dem trinken ihres Blutes in Unterirdischen Höhlen durch eine ominöse „verschworene Elite“ fügte ein Redner in einem Halbsatz hinzu, dass die Deutschen wüssten welche Religion dafür verantwortlich sei.

Auch wenn er diese Religion nicht beim Namen nannte ist ersichtlich, dass er sich auf die Ritualmordlegende aus dem Mittelalter bezieht die Teil des damaligen Antisemitismus beziehungsweise Antijudaismus war.

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass die sogenannten „Corona-Demos“ in Karlsruhe nie wirkliche Dynamik oder Massenmobilisierung erreichen konnten. Zum einen liegt das sicherlich an ihren drei verschiedenen Veranstaltungen, die sich zwar personell in Teilen überschnitten, jedoch nicht zusammengeführt werden konnten. Zum anderen vielleicht auch daran, dass es in Stuttgart schnell zu nicht geahnten Großmobilisierungen mit prominenten RednerInnen kam, welche besonders rechte AkteurInnen auch aus Karlsruhe und der Umgebung lockten.

Wir sehen zumindest momentan keine besonders Bedrohung noch das Potential, dass diese Veranstaltungen weiter an Zulauf gewinnen, werden die Situation aber sehr genau im Auge behalten und wenn nötig auch antifaschistischen Protest dagegen organisieren. Ansonsten empfehlen wir die Einschätzung die wir zusammen mit anderen Antifagruppen aus Süddeutschland veröffentlicht haben.

[1] https://bnn.de/lokales/karlsruhe/grundrechte-demonstration-300-teilnehmer-karlsruhe-1-mai/

[2] https://die-rechte.net/lv-baden-wuerttemberg/aussergewoehnliche-1-mai-kundgebung-in-karlsruhe-grundrechte-auch-in-zeiten-von-corona/

[3] https://www.facebook.com/photo.php?fbid=10218300580526608&set=a.10217880901234888&type=3&theater

[4] https://www.facebook.com/Netzwerk-Demokratie-eV-120764485982324/

[5] https://vk.com/netzwerk_demokratie

[6] https://www.youtube.com/channel/UCnf614yhIynD6KvBLNPT6TQ/

[7] https://t.me/netzwerk_demokratie

[8] https://netzwerk-demokratie.org/impressum/

[9] https://bnn.de/nachrichten/suedwestecho/aerztliches-blanko-attest-gegen-maskenpflicht-verein-aus-gernsbach-bietet-dubioses-formular-an

Höchste Zeit zu Handeln! Einschätzung und Vorschläge zum Umgang mit den Corona-Demos

Seit einigen Wochen formiert sich, angetrieben vom Unmut über die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, in vielen Städten der Bundesrepublik eine neue politische Bewegung. Sie nennen sich „Hygiene-Demo“, „Widerstand2020“, „Corona-Rebellen“ oder „Querdenken“. Nicht alle Gruppen sind vernetzt oder beziehen sich aufeinander, dennoch teilen sie mehr als den diffusen Unmut. Es sind vor allem das von Abstiegsängsten geplagte Kleinbürgertum und (kulturell) abgehängte Teile der Unterschicht, die sich hier mit allerhand reaktionären politischen Randgruppen auf der Straße treffen.

Die Bewegung ist gerade alles andere als homogen. Unter den TeilnehmerInnen finden sich VertreterInnen aller möglichen Verschwörungstheorien. Neu sind diese Phänomene nicht. Von ImpfgegenerInnen, rechte EsoterikerInnen über christliche FundamentalistInnen, bis hin zur Reichsbürgerbewegung tummeln sie sich schon seit einigen Jahren am rechten Rand und konnten vom weltweiten Rechtsruck ebenfalls profitieren. Da sie sich in der Corona-Pandemie nun alle in ihren Theorien bestätigt sehen, wird ihre gänzliche Dimension sichtbar.

Neben ihnen auf der Straße findet sich aber auch ein großer Teil, der sich vorher kein bisschen politisch betätigt hat. Menschen aus dem abgehängten Kleinbürgertum, die durch den Lockdown von Abstieg bedroht sind oder bereits vor dem wirtschaftlichen Ruin stehen. Zu ihnen gesellen sich noch Angehörige der reichen Mittelschicht, die sich in ihrer Konsumfreiheit eingeschränkt sehen.

Den geringsten, aber medial am meisten hervorgehoben Teil stellen liberale GrundgesetzanbeterInnen und Personen da, die sich von der etablierten Politik nicht mehr vertreten fühlen und deshalb auf der Suche nach politischer Orientierung sind.

Ihre zentrale Forderung lautet sämtliche Maßnahmen zum Infektionsschutz sofort zu beenden. Als Begründung dafür müssen wahlweise krude Verschwörungstheorien, das Grundgesetz, die Folgen für die Wirschtschaft oder die schlichte Behauptung, die Pandemie existiere überhaupt nicht, herhalten. Vielerorts wird die Forderung nach dem „zurück zur Normalität“ gebetsmühlenartig wiederholt. Wirklich belastbare Vorschläge zum Umgang mit der Pandemie gibt es nicht.

Die Bewegung gegen die Corona-Einschränkungen versucht sich überparteilich zu geben, immer wieder wird betont man sei weder links noch rechts und es ginge lediglich um die Grundrechte. Alle sollten in dieser Situation zusammenstehen. Doch wer hinschaut erkennt schnell, dass sowohl inhaltlich als auch personell die politische Türe nach rechtsaußen sperrangelweit offen steht, während man von linken klassenkämpferischen Positionen oder auch nur einem Hauch Kapitalismuskritik nichts wissen will.

Diese Potential haben längst auch die verschiedenen Spektren der organisierten Rechten entdeckt. Je nach lokaler Stärke finden sich der „III. Weg“, die „AfD“, die „Identitäre Bewegung“ oder rechte Burschenschaftler auf den Demonstrationen wieder. Derzeit handeln sie allerdings weder einheitlich noch sind sie der bestimmende Teil der Bewegung.

Bei den „Corona-Demos“ trifft kleinbürgerlicher Individualismus auf die Interessen des Kapitals. Während die einen sich beim Tragen eines Mund-Nase-Schutzes zum Einkaufen in ihren persönlichen Freiheiten eingeschränkt sehen, sehen andere durch die Wirtschaftskrise vor allem ihre Profite gefährdet. Schuld haben wahlweise Merkel, „dunkle Mächte“ oder die World Health Organization (WHO).

Trotz teilweiser absurd anmutender Argumentationsketten erhalten die Kundgebungen einen Zuspruch auch über die genannten Kreise hinaus. Es wäre in unserer Augen vermessen und falsch die Ansammlungen als einen Haufen Spinner abzutun und ihnen keine Bedeutung beizumessen. Genauso falsch wäre es, die Kundgebungen als klassisch rechte Veranstaltung zu behandeln und nach Schema F dagegen vorzugehen. Vielmehr bedarf es einer differenzierten Herangehensweise, die an mehreren Stellen gleichzeitig ansetzt.

Gerade zu Beginn sollte Recherche und Aufklärungsarbeit ein besonderer Augenmerk beigemessen werden. Wir müssen diese Veranstaltungen genau beobachten, die Teilnahme von bekannten Rechten dokumentieren, öffentlich thematisieren und den Schulterschluss politisch skandalisieren. Gleichzeitig erachten wir es als notwendige Aufgabe antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren. (Groß-) Veranstaltungen auf denen sich Nazis aus „Identitärer Bewegung“, „Blood & Honour“, Kameradschaften oder anderen Gruppen ungestört sammeln, können immer auch Ausgangspunkt von Übergriffen sein und eine reale Bedrohung darstellen. Nicht nur deswegen tut die antifaschistische Bewegung gut daran auf bewährte Methoden zurückzugreifen: Direkte Konfrontation und Einschüchterung haben schon immer einen Teil dazu beitragen, dass sich Rechte schwerer tun im öffentlichen Raum Fuß zu fassen.

Parallel gilt es für den kleinen Teil der TeilnehmerInnen an den Corona-Demos, die politische Orientierung zu suchen und potentiell auch für linke Themen ansprechbar sind, aber auch für andere Teile der Gesellschaft sichtbare Alternativen anzubieten. Schließlich ist nicht nur die Pandemie, sondern auch die Wirtschaftskrise real und das Krisenmanagement der Herrschenden nicht darauf ausgelegt im Sinne der Beschäftigten zu handeln. Die großen Unternehmen werden subventioniert, nicht die prekär beschäftigten Reinigungskräfte. Gerade deswegen ist es notwendig nicht bei der Arbeit gegen Rechts stehen zu bleiben, sondern auch als antifaschistische Bewegung unseren Teil zu linken Krisenantworten beizusteuern. Jetzt sind klare antikapitalistische Agitation und Praxis gefragt. Als Gegenpol zu den „Corona-Demos“ aber auch weit darüber hinaus. Erste Beispiele für linke Krisenmobilisierungen gibt es bereits in einigen Städten.

Welche Gefahren tatsächlich von der „Corona-Demo-Bewegung“ ausgehen werden, hängt sehr stark von ihrer weiteren Entwicklung ab. Vor allem die AfD versucht zunehmend in bekannter populistischer Manier auf den Zug aufzuspringen. Sie beteiligen sich teils offen, teils unerkannt an den Kundgebungen oder versuchen auch vereinzelt eigene zu organisieren. Während die RechtspopulistInnen zu Beginn der Corona-Krise noch vergeblich versuchten mit „Antichinesischem-Rassismus“ zu punkten und einen noch schnelleren Lockdown zu fordern, war es inmitten des gesellschaftlichen Stillstands ruhig um die Rechten geworden.

Die nun vollzogene politische 180-Grad-Drehung, also die Forderung nach der sofortigen Aufhebung aller Maßnahmen erscheint im ersten Moment zwar unlogisch, ist aber folgerichtig. Sie dient der AfD einerseits dazu in der aufkommenden politischen Bewegung Fuß zu fassen und sich andererseits als deren legitimer politischer Arm zu präsentieren und somit verlorenen Boden wieder gut zu machen. Die Forderungen nach einem Ende des Lockdowns erfüllen im Übrigen die Wünsche der Wirtschaft, die nur zu gerne ohne Rücksicht auf den Gesundheitsschutz der Beschäftigten weiter produzieren, transportieren und verkaufen wollen.

Sollte es der organisierten Rechten gelingen sich an die Spitze dieser Bewegung zu setzen, oder zumindest diese Bewegung soweit zu beeinflussen, um mit Blick auf die nächsten Wahlen Unterstützung zu erhalten, könnte dies zu einer weiteren Verschärfung des Rechtsrucks beitragen. Der AfD könnte es damit gelingen sich auch in wirtschaftlichen Fragestellungen als „Anwalt des kleinen Mannes“ zu inszenieren. So würden die RechtspopulistInnen in bekannter faschistischer Tradition zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: In der Krise die Klasse spalten und gleichzeitig den Interessen des Kapitals Vorschub leisten. Genau das zu verhindern erachten wir als die Aufgabe der antifaschistischen Bewegung.

Mai 2020

Antifaschistische Aktion Karlsruhe
Antifaschistische Aktion Südliche Weinstraße
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Mannheim
Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart
Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen
Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen
Antifaschistische Perspektive Ludwigsburg Rems-Murr
Antifaschistischer Aufbau München

Block TddZ: Am 6. Juni gemeinsam nach Worms!

Dieses Jahr findet der faschistische „Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) am 06. Juni in Worms statt. Das ist kein Zufall, denn die Stadt hat mit ihren vergangenen Naziaufmärschen schon Tradition. Alle paar Jahre wiederholen sich faschistische Aufmärsche in der Stadt – u.A. sind bereits die Mitglieder des NSU 1996 auf einer Nazi-Demo in Worms mitmarschiert. Der TddZ war früher der größte, regelmäßig stattfindende Nazi-Aufmarsch Deutschlands. Jedes Jahr wurde das Event von massiven antifaschistischen Protesten angegangen – so konnte es Jahr für Jahr in die Bedeutungslosigkeit gedrängt werden. Als Konsequenz wurde der TddZ 2020 in Worms als der letzte „Tag der deutschen Zukunft“ angekündigt. Scheint so als hätte sich die „deutsche Zukunft“ aus Sicht der Nazis fürs Erste erledigt. Umso wichtiger, dass wir dem TddZ eine krachende Beerdigung bieten! Dafür hat sich bereits vor längerer Zeit das Blockade-Bündnis BlockTddZ gegründet, an dem auch wir uns beteiligen, um gemeinsam mit verschiedenen Gruppierungen den Nazi-Aufmarsch erheblich zu stören.

In Zeiten der Corona-Pandemie beginnt die extreme Rechte aktuell sich deutschlandweit zu formieren und versuchen auf die sogenannten „Corona-Rebellen“ oder „Hygiene-Demos“ wachsenden Einfluss zu nehmen. Hier wird versucht die Verunsicherung der Menschen für die eigene menschenverachtende Ideologie zu verwenden. Grundsätzlich ist Kritik an den herrschenden Zuständen richtig und legitim – die Antworten von Rechts sind jedoch grundsätzlich falsch. Der Kapitalismus als System ist das Problem – nicht irgendwelche Geheimeliten. Daher müssen grade in der Krise solidarische Perspektiven von links deutlich gemacht und bei jeder Präsenz von Faschisten & rechten Hetzern konsequent interveniert werden. Auch die Veranstalter des TddZ (Die Rechte & NPD) haben bereits klar gemacht, dass Sie sich von Corona nicht davon abhalten lassen werden an diesem Tag auf die Straße zu gehen und sich auch nicht mit einer stationären Kundgebung zufrieden geben wollen. Angesichts der schrittweisen Lockerungen der Corona-Verordnungen ist also stark davon auszugehen, dass Sie wie geplant am 6.6. mit einer Demo durch Worms marschieren werden.

Unter keinen Umständen ist das hinnehmbar! Auch während einer Pandemie können und werden wir Faschisten nicht unwidersprochen die Straße überlassen. Dabei ist es uns egal ob Demo oder Kundgebung: Wir werden den Nazis in Worms mit allen Mitteln zeigen, was wir von ihnen halten und Sie mit handfestem Protest konfrontieren. Daher rufen wir alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, mit uns gemeinsam den diesjährigen TddZ anzugreifen, zu stören und zu verhindern!

Den Tag der deutschen Zukunft begraben!
Kein Fußbreit den Faschisten!

Antifaschistische Aktion Karlsruhe
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Gemeinsame Anreise aus Stuttgart:
8:30 Uhr, Karlsruhe Hbf (Südausgang)

Homepage des BlockTddZ-Bündnis:
https://blocktddzworms.de

Kein Burgfrieden in Zeiten der Krise: Antifaschismus bleibt notwendig!

Als sich im Sommer letzten Jahres die ersten Firmen auf eine längere Rezession einzustellen begannen, rechnete wohl niemand damit, bereits ein halbes Jahr später in einer erneuten Jahrhundertkrise zu stecken. Die Coronapandemie hat die sich anbahnende Wirtschaftskrise in ungeheurem Maße beschleunigt und verstärkt – deren Ausmaße und Folgen noch lange nicht abzuschätzen sind.

Nicht nur das soziale Leben der Bevölkerung, sondern auch ganze Branchen (Einzelhandel, Kultur, Gastronomie, Tourismus,…) wurden in den letzten Wochen auf unabsehbare Zeit eingestellt, um die Ausbreitung der neuen Krankheit zu verhindern. Zur Krisenbewältigung macht der Staat gerade Geldbeträge in schwindelerregender Höhe locker und verteilt sie mit der Gießkanne an Unternehmen. Diese halten bereitwillig die Hände auf, ganz egal ob sie nun kurz vor dem Bankrott stehen oder nicht. Die tatsächlich von der Krise betroffenen, nämlich die Beschäftigten strauchelnder Betriebe, werden hingegen mit Kurzarbeitergeld abgespeist, oder gleich gekündigt.

Fatal wäre es daher, wenn wir uns nun in die häusliche Gemeinschaft oder gar gleich in die Polit-Pause zurückziehen würden. Denn zu tun gibt es gerade mehr als genug für die linke Bewegung als Ganzes, aber auch für uns als AntifaschistInnen im Speziellen. Viele beteiligen sich gerade allerorts an solidarischen Initiativen, organisieren praktische Nachbarschaftshilfe, oder unterstützen diejenigen in ihren Forderungen und Kämpfen, die schon jetzt die ökonomischen Folgen der Krise zu spüren bekommen.

Wir dürfen aber auch nicht den Fehler machen und in diesen Zeiten unsere Feinde aus den Augen lassen. Denn rechte „Prepper“ und andere FaschistInnen könnten nun auch ihren historischen Moment gekommen sehen und zur Tat schreiten. Erste Hinweise zu Waffen- und Munitionslagern machten bereits in den letzten Wochen in den Medien die Runde. Während die AfD es gerade nicht schafft, die Krise für sich zu nutzen und eher mit sich selbst beschäftigt erscheint, versuchen sich Nazis von „Die Rechte“ und „Der dritte Weg“ bereits durch karitative Aktionen zu profilieren. Die Erfahrung zeigt uns, dass Krisenzeiten reaktionäre Vorstöße gerade zu heraus fordern. Daher liegt es wie bisher auch an uns: Wo auch immer Rechte in Erscheinung treten, werden wir mit geeigneten Mitteln intervenieren und ihre Aktivitäten so gut es geht unterbinden.

April 2020

Antifaschistische Aktion Karlsruhe
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Antifaschistische Perspektive Ludwigsburg Rems-Murr
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PS: Für alle, die nun aus gegebenem Anlass viel zu Hause sind und alle linken Klassiker schon ausgiebig studiert haben, empfehlen wir folgende Artikel aus dem Antifa-Infoblatt. Sie versuchen einen Eindruck darüber zu vermitteln wie in Griechenland vor einigen Jahren die ökonomisch-gesellschaftliche Krise und faschistische Straßenpräsenz zusammenwirkten:

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/%E2%80%9Edie-antifa-hat-es-mit-viel-m%C3%BChe-geschafft-auf-den-stra%C3%9Fen-dominant-zu-sein%E2%80%9C

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/rechts-der-mitte

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/antifaschistische-praxis-griechenland

https://www.antifainfoblatt.de/artikel/denk-ich-griechenland-der-nacht

Rechtsruck stoppen!

Gegen alte und neue Polizeigesetze!

Baden-Württemberg hat bereits jetzt eines der schärfsten Polizeigesetze der Bundesrepublik. Noch vor Bayern hatte die grün-schwarze Landesregierung 2017 die Befugnisse der Polizei massiv erweitert. Anders als später in anderen Bundesländern ist die Verschärfung in Baden-Württemberg damals kaum auf nennenswerten Widerstand gestoßen.
Knapp anderthalb Jahre vor der nächsten Landtagswahl planen Grüne und CDU im Koalitionshinterzimmer jetzt die Verschärfung der Verschärfung: Die Befugnisse der Behörden sollen nach dem Willen der Landesregierung erneut erweitert werden. Konkret geht es beispielweise um die Anschaffung von Kriegswaffen für die Polizei, Hausdurchsuchungen ohne richterliche Anordnung oder die offizielle Einführung des Gefährderbegriffs.

Die geplante zweite Verschärfung ist nur im Kontext des gesellschaftlichen Rechtsrucks zu verstehen. Der Aufstieg der AfD geht an Baden-Württemberg nicht spurlos vorbei. Die Stimmungsmache von Rechtsaußen treibt auch im Ländle die Regierungskoalition in wichtigen Fragen vor sich her. So kommt der Ruf nach mehr „Sicherheit“ und erweiterten Befugnissen für die Repressionsbehörden mittlerweile auch aus der Mitte der Grünen. Um mehr Sicherheit für die Menschen in Baden-Württemberg geht es im Gesetzesgebungsverfahren aber eben nicht. Zumal die „Kriminalitätsstatistiken“ sich im Wesentlichen kaum verändern.
Vor drohenden Gefahren schützt das PolGBW ebenso wie seine geplante Erweiterung niemanden. Das Ziel ist ein anderes. Das PolGBW ist eine in Gesetzestext gegossene Aufforderung zum Frontalangriff auf unliebsame politische Bewegungen und Subkulturen.

Betroffen ist daher, neben der organisierten Fanszene in den Stadien, in Baden-Württemberg insbesondere die antifaschistische Bewegung. Schon jetzt vergeht kaum ein rechter Aufmarsch ohne polizeilichen Angriff auf die Gegenproteste. Die neuerlichen Befugnisse sollen den Handlungsspielraum der bereits defacto militaristierten Polizei ausweiten: Drohnen & Kriegswaffen zum Schutz der rechten Menschenfeinde sollen Alltag werden. Nutznieser sind dann am Ende wieder alte und neue Rechte. Ihnen prügelt die Polizei die Straßen frei und kriminalisiert ihre entschiedensten Gegner.
Hinzu kommt, dass die „Freunde und Helfer“ in Uniform keineswegs neutraler Akteur im politischen Geschehen sind. Gezeigt hat sich das nicht zuletzt im NSU-Komplex. Rechtes und rassistisches Gedankengut ist in den Repressionsbehörden tief verankert. Der Anteil an RechtswählerInnen ist in den Behörden überdurchschnittlich hoch und viele AfD-FunktionärInnen kommen aus dem Apparat. Hinzu kommt die Durchsetzung der Naziszene und rechter Parteien mit V-Leuten und Polizei-Spitzeln.

Noch ist nicht klar, wann die Koalitionsparteien die Gesetzesnovelle in den Landtag einbringen will. Wir warten nicht bis grün-schwarz uns die nächste Schweinerei auf dem Silbertablett serviert. Schon jetzt regt sich breiter Widerstand gegen die geplante Novelle. Auch die antifaschistische Bewegung ist ein Teil dieses Protestes. Gemeinsam mit vielen Linken, BürgerrechtlerInnen, weiten Teilen der organisierten Fanszene, NetzaktivistInnen und vielen anderen schauen wir nicht zu, wie Grün-Schwarz das umsetzt, was von Rechtsaußen eingefordert wird.

Beteiligt euch am landesweiten Aktionswochenende am 12. und 13. Oktober. Kommt zu den Demos und Kundgebungen in Freiburg, Mannheim, Karlsruhe und Stuttgart!
Rechtsruck stoppen! Polizeigesetze verhindern!

Aktuelle Infos zur Kampagne findet ihr auf nopolgbw.org

Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Karlsruhe

Karlsruhe, der 10. Februar 2019


Gelbwesten“-Demo in Karlsruhe entpuppt sich als Naziaufmarsch – Rechte und Neonazis versuchen Sozialproteste zu vereinnahmen!

Es prägten vor allem Naziparolen wir „Hier marschiert der nationale Widerstand“, „Unsere Rasse, die ist Klasse“ oder „Festung Europa – macht die Grenzen dicht“ das Bild der Versammlung.

„Der Umzug durch die Innenstadt vermittelte zu weiten Teilen den Eindruck einer Pegida-Demonstration in gelben Warnwesten. Von dem eigentlichen Anliegen war nichts wahrnehmbar.“
so Marion Keller, Sprecherin der Antifaschistischen Aktion Karlsruhe, die die Versammlung beobachtete.

An der Demonstration beteiligten sich bekannte und organisierte Nazis der Identitären Bewegung und dem AfD-nahen Spektrum wie z.B. Alexander Zubrod (IB, Pforzheim) oder Thomas Rettig (AfD), der 2015 die Karlsruher Pegida-Aufmärsche initiierte. Dies geht unter Anderem aus einer Veröffentlichung auf dem Portal Indymedia hervor [2].

Hintergrund:

Am Mittag des 09. Februar fand in der Karlsruher Innenstadt eine Demonstration von rund 100 Personen in gelben Warnwesten statt. Die als „Gelbwesten-Demo“ angekündigte Versammlung sollte sich inhaltlich auf die Bewegung der Gilets Jaunes – den seit Monaten andauernden Sozialproteste in Frankreich – beziehen.

Bereits von der Antifaschistischen Aktion Karlsruhe bereits im Vorfeld gemeldet, war ein Bezug der OrganistorInnen zur politischen Rechten offen erkennbar [2].

Nachdem sich der Aufzug am Marktplatz in Bewegung setzte wurden Linke und AntifaschistInnen, die sich an der Demonstration beteiligten, mit Unterstützung der Polizei von der Versammlung ausgeschlossen. Redebeiträge gab es auf der gesamten Demonstration keine. Neben zwei nichtssagenden Bannern („Sicherheit darf kein Luxus sein“ + „Friedlicher Protest Für mehr soziale Gerechtigkeit“) waren inhaltliche Äußerungen vor allem in Form von Sprechchören zu vernehmen.

Links:

[1] Veroffentlichung auf Indymedia zu rechten Akteuren auf der Demonstration: https://de.indymedia.org/node/28970

[2] Meldung der Antifaschistischen Aktion Karlsruhe vom 7.2.19: antifa- karlsruhe.org/index.php/2019/02/07/die-gelbwesten-in-karlsruhe-eine-uebersicht/

Die Gelbwesten in Karlsruhe – Eine Übersicht

Die Bewegung der Gelbwesten hat nun auch Karlsruhe erreicht. Am 9. Februar findet eine Demo unter dem Motto Gelbe Westen – Leben, nicht nur überleben!“ auf dem Karlsruher Marktplatz statt. Wir wollen hier eine Übersicht über die maßgeblichen AkteurInnen und die zu erwartenden TeilnehmerInnen geben.

Die Gelbwesten Karlsruhe sind seit Anfang Dezember in Karlsruhe aktiv. Am 8. Dezember fand ihr erster Infostand am Kronenplatz statt. Am 22. Dezember dann der Zweite auf dem Marktplatz. Viel Aufmerksamkeit erregten sie jedoch nicht und ihre Forderungen schienen auf den ersten Blick nicht denen zu entsprechen wie wir sie zum Beispiel von Marco Kurz‘ Gelbwesten gewohnt sind. Das Thema Flüchtlingspolitik kam in den Flyern die verteilt wurden nicht vor und der Stand warb lediglich mit einem nichtssagenden Transparent auf dem stand „Er, Du, Sie, Ich – Wir sind Europa. Gemeinsam sind wir stark.“. Alles in allem sah die Aktion sehr spontan aus. In persönlichen Gesprächen mit den dortigen Gelbwesten wurde jedoch schnell klar woher der Wind weht. Es war unter anderem die Rede von hohen Benzinpreisen deren Ursache Geflüchtete seien und den Rothschilds die die Weltpolitik im Hintergrund steuern. Der Organisator dieses Standes war Pascal Völlinger. Er ist auch derjenige der die Demo am 9. Februar organisiert. Dafür erstellte er am 28. Januar eine Facebookveranstaltung und lud dazu auch AfD-PolitikerInnen ein. Darunter waren unter anderem Corny Persdorf, Vorstandsmitglied AfD Mainz, Daniel Hofmann Vorstandsmitglied AfD Frankfurt/Oder und Thomas Rettig, Initiator der Kargida-Demos und aktives AfD-Mitglied. Zu Thomas Rettig unterhält er, wenn man sich Völlingers Kommentare auf Rettigs Facebookprofil anschaut, ein freundliches Verhältnis. Das auffallend viele AfD-PolitikerInnen eingeladen wurden ist nicht verwunderlich. Schaut man sich Pascal Völlingers „gefällt-mir“ – Angaben auf Facebook an so bestehen diese zu zwei Dritteln aus Seiten der AfD oder anderen AfD-nahen Seiten. Bevor er die Karlsruher Gelbwesten organisierte war Völlinger nicht auffällig. Er kommt aus Karlsruhe und wohnt auch dort, arbeitet beim GMV Baumarktservice und ist auf die Walter-Eucken-Schule gegangen. Dort schloss er auch seine Ausbildung im März 2009 ab.

Ganz alleine ist er bei der Organisation jedoch nicht. Seit Anfang Januar bestand Kontakt zu den Gelbwesten Südpfalz. Die Köpfe dahinter sind Michael Faber aus Germersheim, Energiesparberater bei der EVS Energie GmbH und Kevin Kießling. Beide große Unterstützer vom Frauenbündnis Kandel sowie der AfD. Kießling hat darüber hinaus auch eine Vorliebe für Rechtsrock, zum Beispiel die Band Nordwind und ist Fan der NPD. Da ist es dann auch nicht verwunderlich, dass er ein Bild und Zitat von Adolf Hitler posted.

Doch nicht nur die Planung und Organisierung ist von rechten AkteurInnen geprägt. Auch die Mobilisierung zur Demo am 9. Februar läuft hauptsächlich über Kanäle der AfD zum Beispiel über die Facebookgruppe Freundeskreis AfD Karlsruhe und andere Gelbwestengruppen die im rechten Spektrum anzusiedeln sind. So bewarb zum Beispiel das Online-Stadtmagazin KA-Insider die Gelbwestendemo am 9. Februar. Dabei kopierten sie lediglich den Inhalt des Flyers ohne Kommentar dazu. Auf Facebook wurde der Artikel von KA-Insider mit folgendem Satz überschrieben: „Ist Karlsruhe aufgewacht? 16 weitere Demos wurden Deutschlandweit schon angemeldet!“. „aufgewacht“ lässt in diesem Zusammenhang jeden der sich zumindest ein wenig mit rechter Rhetorik befasst hat aufhorchen. Die Verwendung des Wortes ist höchstwahrscheinlich kein Zufall. Der Kopf hinter KA-Insider ist Dennis Guhl, aktives AfD-Mitglied.

Die bisherigen Recherchen ergeben also, dass die Demo der Gelbwesten am 9. Februar vor allem rechtes Publikum anziehen wird. Auch wenn die OrganisatorInnen etwas anderes behaupten gibt es starke Verbindungen zur AfD. In Anbetracht der bevorstehenden Kommunalwahlen ist es nicht unwahrscheinlich, dass die AfD diese Demo nutzen wird um auch mit anderen Themen als „Flüchtlingen“ zu punkten und so einen verdeckten Wahlkampf auf der Straße betreiben wird. Das Thomas Rettig als ehemaliger Kargida-Kopf zumindest einen losen freunschaftlichen Kontakt zu Pascal Völlinger pflegt könnte auch bedeuten, dass es nicht bei einem einmaligen Event bleibt sondern, dass wir in Zukunft regelmäßiger mit diesen Demos konfrontiert werden.

Hier gibts Bilder: https://de.indymedia.org/node/28888

Keine Ruhe den rechten Hetzern – Zusammen gegen den Bundesparteitag der AfD in Augsburg!

„…man muss den rollenden Schneeball zertreten, die Lawine hält keiner mehr auf!“
Erich Kästner

Am Wochenende des 30. Juni bis zum 1. Juli 2018 wollen mitten im rechts geprägten bayrischen Landtagswahlkampf 600 Delegierte der “Alternative für Deutschland” für ihren Bundesparteitag zusammenkommen. Der Parteitag wird das Programm der Partei noch weiter nach rechts verschieben. Die Delegierten vernetzen sich, planen und entwickeln ihre Strategie.

Die Partei besteht aus Funktionären, die aus der gesellschaftlichen Elite kommen und sich als eine Alternative zum herrschenden System darstellen. Tatsächlich sind sie nur eine andere Fraktion innerhalb der bestehenden kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse. Die AfD ist eine Partei, die Rassismus, Sexismus, Homophobie und Hass auf Arme und Arbeitslose aktiv in die Gesellschaft trägt.
Sie ist die Partei des Rechtsrucks. Aus der Krise des Kapitalismus gewinnt sie an Stärke, da sie einen Unmut in der Gesellschaft falsch kanalisiert. Sie ist aber nicht nur ein Akteur dieser Verschiebung, sie organisiert diese und treibt den Rechtsruck voran.

So hat sich die Partei in vielen Orten, mit Bürgerbüros, Stammtischen und regelmäßigen Veranstaltungen beinahe etabliert. Ihre Sitze in den Parlamenten nutzt sie als Bühne für ihre Hetze und als Geldquelle, so beschäftigt die Bundestagsfraktion mehrere klassische Neonazis als “Mitarbeiter”. Darüber hinaus unter- stützt sie viele rechte Organisationen und Spektren, wie die Identitären durch Geld und Infrastruktur und führt rechte Bündnisse aus Rassisten, rechten Hooligans, offenen Faschisten, Ultrareligiösen und verschwörungstheoretischen Spinnern an.

Kurz gesagt, die AfD hat neben ihrer parlamentarischen Verankerung eine führende Rolle in der Organisation einer rechten Bewegung auf der Straße und in den gesellschaftlichen Debatten eingenommen.
Leider wird dies in der Gesellschaft von vielen so hingenommen. Ellenbogenmentalität und Vereinzelung führen zu einer Passivität und zu einem Mangel an politischem Widerstand gegen diese Rechtsentwicklung. Protest und Widerstand gegen den Rechtsruck ist jedoch wichtig und richtig! Der Rechtsruck verschlechtert unsere Lebenssituation und zieht sich durch verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Zum Beispiel durch die Diskriminierung von MigrantInnen, die Hochrüstung des Polizeiapparats und eine aggressive Kriegspolitik nach außen. Diese Entwicklung darf nicht ignoriert werden und der Widerstand gegen diesen Angriff darf nicht im Schreiben kluger Texte aufhören.
Wir können nicht verhindern, dass rechte Strukturen sich formieren und immer wieder neu entstehen. Die Grundlage rechter Ideen ist und bleibt eine kapitalistische Wirtschaft und eine Gesellschaft der Konkurrenz. Erst mit der Überwindung dieser können wir die Angriffe der Rechten endgültig konsequent zurückdrängen. Was wir aber als antifaschistische Bewegung tun können und müssen ist massenhaft Leute, insbesondere auch Lohnabhängige zu gewinnen, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. Und zwar nicht nur aus moralischen Gründen, sondern aus ihren objektiven Interessen heraus.

Auch der weiße, heterosexuelle Lohnabhängige mit gesichertem Arbeitsplatz, der nicht unmittelbar selbst von prekären Lebensbedingungen betroffen ist hat ein objektives Interesse am antifaschistischen Kampf und Zurückdrängen der Rechten. Denn wenn Nazis und Reaktionäre gegen Linke und fortschrittliche Bewegungen vorgehen, dann gehen sie gegen die einzigen Kräfte vor, die sich jetzt und in Zukunft konsequent an der Seite der Lohnabhängigen für ihre Interessen einsetzen.
Die Gegebenheiten für den Protest gegen den Bundesparteitag sind nicht einfach. Die Polizei wird ihre militärische Übermacht ausspielen und die Rechten fahren bewusst an die Messe, wo Widerstand leicht erschwert werden kann.

Doch wir dürfen es nicht hinnehmen, dass rechte Hetzer sich organisieren. Der Widerstand gegen Rechts bietet auch Chancen und Möglichkeiten für uns. Wir müssen kontinuierlich längerfristig angelegte Strukturen erarbeiten, um eine antifaschistische Organisation aufzubauen. Wir müssen eine konsequente Praxis haben und ansprechbar sein.

Dabei sollen alle mitmachen, die etwas gegen Nazis und Rechte unternehmen wollen: SchülerInnen, Azubis, Studierende, Lohnabhängige und Angestellte… alle brauchen wir, um eine starke, schlagkräftige Gegenmacht aufzubauen!

Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart
Antifaschistische Aktion [Aufbau] Tübingen
Antifaschistische Aktion Karlsruhe
Antifaschistische Aktion [O] Villingen-Schwenningen
Antifaschistischer Aufbau München

Aufruf zu den Protesten gegen die AfD am 2. Juni in Bruchsal

Kein Platz für rechte Hetze – Höcke keine Basis bieten!

Für den 02. Juni mobilisiert der AfD Stadtverband Bruchsal zu einer Kundgebung am Friedrichsplatz mit anschließendem Marsch durch Bruchsal, zu dem verschiedene bekannte Gäste geladen sind.

Neben dem Landesvorsitzenden Ralf Özkara sowie den Landtagsabgeordneten Christina Baum und Rainer Balzer ist man wohl besonders stolz darauf, den prominenten rechten Demagogen Björn Höcke als Redner gewonnen zu haben, der für die AfD eines der wichtigsten und bedeutendsten Mitglieder ist und dessen Auftritt im öffentlichen süddeutschen Raum eine echte Premiere darstellt.

Höcke fiel durch häufige offen rassistische Aussagen auf und übernahm teils direkt die Sprache der deutschen Faschisten. So fantasierte er bereits von einem „tausendjährigen Bestehen“ und einer „tausendjährigen Zukunft“ Deutschlands, und proklamierte genetische Unterschiede zwischen Europäern und Afrikanern.

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin bezeichnete er als „Denkmal der Schande“

Höcke vertritt eine völkisch-nationalistische Gesellschaftsvorstellung und sucht den Schulterschluss mit der extrem Rechten. Er symbolisiert das wahre Gesicht der AfD und verkörpert die Werte des fortschreitenden gesellschaftlichen Rechtsrucks, der zunehmend zu einer Bedrohung für all jene wird, die nicht in das krude Weltbild der AfD passen.

Nun traut Björn Höcke sich erstmals auch in den öffentlichen Raum im Südwesten Deutschlands, nachdem er sich sonst kaum aus seinem ostdeutschen Habitat bewegte. Die Region scheint kaum zufällig gewählt zu sein: Seit Jahresbeginn kommt es in Kandel, unweit von Bruchsal, regelmäßig zu rechten Aufmärschen, unter anderem organisiert von Christina Baum und ihrem Bündnis „Kandel ist überall“.

Bruchsal war in der Vergangenheit schon Schauplatz rechter Aktivitäten. So wurde unter anderem 2016 der „Tag der Heimattreue“ veranstaltet, bei dem Nazis aus der ganzen Region unter Polizeischutz ihre faschistische Hetze auf die Straße tragen konnten.

Die Region entwickelt sich zu einer rechten Wohlfühlzone, in der allerlei Rechte bequem marschieren können, während der Gegenprotest mit allen Mitteln zu ersticken versucht wird – es erscheint also wenig verwunderlich, dass man sich ausgerechnet Bruchsal für eine solche Aktion ausgesucht hat.

Die AfD versucht Rassismus, Sexismus und Ausgrenzung Andersdenkender gesellschaftsfähig zu machen, und hat damit auch Erfolg. Wir erleben einen immer stärkeren Rechtsruck und Gewalt gegen Geflüchtete, MigrantInnen und Andersdenkende nimmt zu. Nazis schrecken längst nicht mehr vor direkten Angriffen auf politische Gegner zurück. Dagegen gilt es konsequent vorzugehen und den Protest gegen die herrschenden Zustände auf die Straße zu tragen.

Kommt am 2. Juni nach Bruchsal und lasst Höckes Aufmarsch zum Desaster werden!

„Totenweihe“ – NSBM-Szene veranstaltet Konzert in Mühlacker

Eine ganze Weile war es still um sie geworden, doch jetzt meldet sich der Blackmetal Untergrund aus Baden-Württemberg mit dem Slogan „Support the Underground“ zurück und lädt am 14.04. zu einem Konzert in Enzberg bei Mühlacker. Es ist eine Subkultur, in der sich auch Neonazis und andere Rechte wohlfühlen können, denn in der Vergangenheit mangelte es in der Szene oftmals an klarer Distanzierung und Abgrenzung zum Spektrum des sog. „NSBM„, dem „National Socialist Blackmetal„. Bei der Veranstaltung in Mühlacker sollen neben den Kapellen „TARDIGRADA„, „Pesttyrann“ und „Wintergeist“ auch „Wacht“ aus der Schweiz und „FLAK“ aus Karlsruhe auftreten. Zwei Bands, die mit ihrem Auftreten unmissverständlich ihre Zugehörigkeit zum NSBM-Umfeld suggerieren.

 

„It will not be desecrated Jewish graves remain“

Einer der Organisatoren der Veranstaltung ist Christopher Göckel aus Hambrücken (Schauinslandstr. 9, 76707 Hambrücken), der sich schon seit seiner frühen Jugend im Kreise der NS- und NSBM-Szene in Baden-Württemberg bewegt und u.a Kontakt zum Nazi-Kader „Pablo Allgeier“ pflegte.

Göckel ist mittlerweile als Bassist für die Band „F41.0“ aktiv und war zuvor Gitarrist für die Band „Brocken Moon„. Einige Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Band haben sich 2004 – laut Insiderinformationen – in der Szene damit gebrüstet, einen jüdischen Friedhof in Bruchsal und Obergrombach geschändet zu haben. Da die Täter im scheinbar vertrauten Kreis mit ihrer Aktion nicht nur auf Zustimmung stießen, landete einer der beiden Fälle 2005 auf dem Schreibtisch der Abteilung des Staatsschutzes in Karlsruhe. Das Verfahren vor dem Amtsgericht Bruchsal verlief allerdings in Ermangelung an Beweismitteln im Sande, die beiden Täter: Thorsten Helmut Schmidt („Humanhater“) aus Bruchsal (Franz-Siegel-Straße 10) und Johannes Magnus Gack („Fafnir“) aus Oberhausen-Rheinhausen mussten sich bis heute nicht dafür verantworten.

 FLAK & Wintergeist

Am heutigen Samstag soll auch die Band „FLAK“ auftreten, die laut eigenen Angaben 2014 auf einem Grillfest des „Black Metal Kommando Karlsruhe“ (BMKKA) entstanden ist und aus dem Gitarristen „Wintersonne“, dem Schlagzeuger „Seelenbrand“ und dem Vokalisten „Adraas“ besteht. Der Schlagzeuger, der eigentlich auf den bürgerlichen Namen Daniel Kroner hört, ist außerdem der Begründer des Labels „Seelenbrand-Records„. Er spielt gemeinsam mit seinem Band-Kollegen „Wintersonne“ ebenfalls in der Band „Wintergeist„, die am selben Abend ersatzweise für die Band „F41.0“ auftreten wird, welche zuvor kurzfristig abgesagt hat. Bei den Bands „Wintergeist“ und „FLAK“ handelt es sich also bis auf den Frontsänger um die selbe Besetzung, auch wenn sich die Bands „thematisch extrem unterscheiden“, wie sie in einem Interview selbst von sich behaupten. Das Debüt-Release von FLAK, „Eiserne Legion“, wurde nicht nur durch Kroner’s Label „Seelenbrand-Records“, sondern auch durch das Label „Worship Tapes“ aus Sachsen vertrieben. Hinter „Worship Tapes“ verbirgt sich Tobias Weissflog (St.Georgenplatz 4, 08289 Schneeberg), der über sein Label auch Tonträger anderer NSBM-Bands, wie z.B „Stahlfront“, „Wehrhammer“ oder „Todfeind“ vermarktet – um nur einige Beispiele zu nennen.

Das Album „Eiserne Legion“ von FLAK, für Werbezwecke mit einem Koppelschloss der Wehrmacht in Szene gesetzt – mit nachträglich retuschiertem Hakenkreuz

 

WACHT, Menegroth, Freitod – Eidgenossen unterm Hakenkreuz

Neben „Tardigrada“ aus Zürich bzw. Basel soll auch die Band „WACHT“ aus dem Kanton Graubünden in Mühlacker-Enzberg spielen. Der Sänger der Band, „Steynsberg“, trat in der Vergangenheit neben „Menegroth“ auch für die Band „Freitod“ auf. Das Demo-Tape „Black Metal Holocaust“ von „Freitod“, welches 2006 veröffentlicht wurde, beginnt mit dem Lied „Vernichtung der Pest niederer Rassen„. Auch der 2004 veröffentlichte Tonträger der Band, „Support the Holocaust Against Humanity„, winkt mit einer limitierten Stückzahl von symbolträchtigen „88“ Kopien mit dem nationalsozialistischen Zaunpfahl.

WACHT und Freitod veräußern ihre Werke jeweils über das NSBM-Label „BergStolz“ von Lukas Surbeck aus Hinwil in der Schweiz, welches einen extremen Antisemitismus verkörpert, der sich nicht zuletzt durch die Auswahl ihrer Bands wiederspiegelt. So profitiert das Label zum Beispiel durch den Verkauf von CD’s und Merchandise der Bands „Absurd„, „Eisenwinter“ und „Rostorchester„. Der Gitarrist von Rostorchester, „Antimessia“, stellt außerdem das gesamte Personal der Band „Totale Vernichtung„, die auf ihrem 2006 veröffentlichten Demo-Tape, „Massenmord an Untermenschen„, Lieder besingen, die den Namen „Auschwitz wurde nicht an einem Tag erbaut“ oder „Alle Wege führen nach Ausschwitz“ tragen.

Auch wenn sich in den Liedtexten von WACHT keine überführenden Textpassagen finden lassen, tragen sie mit der Kooperation mit „BergStolz“ zum Erstarken des NSBM-Umfelds in der Blackmetal Szene bei und vermitteln mit der verwendeten Szene-Codierung auf subtile Art und Weise ihre Sympathie und Zugehörigkeit zu diesem. Zumal ihr Frontsänger Teil mehrerer NSBM-Bands ist oder war.

Freitod – „N.S. Occult Metal“

Blackmetal unter Generalverdacht zu stellen wäre falsch

Grundsätzlich sind Misanthropie und Satansverehrung oder andere okkulte Themen wie beispielsweise das Heidentum ein Bestandteil der Eigentümlichkeit von Blackmetal und oftmals nur ein ästhetischer Ausdruck oder ein Image aber keine feste Überzeugung. Der radikale Kurs gegen jüdisches Leben in den Liedtexten der NSBM-Bands jedoch bestärkt den Mythos, dass Jüdinnen und Juden zu viel Einfluss haben und die Unterstellung, Juden seien durch ihr Verhalten an ihrer Verfolgung mitschuldig. In diesem Deutungssystem sind nicht die Juden das Opfer der Shoa, sondern Täter gegen „das Volk“ und ihre Vernichtung wird – hinter subkultureller Symbolik verschleiert – als eine Art Notwehrhandlung umgedeutet.

Uns geht es mit diesem Artikel nicht um die Diskreditierung der Blackmetal Szene, sondern um die Demaskierung der Labels, Bands und Veranstalter aus dem Dunstkreis des NSBM. Er richtet sich an die Bands und Besucher, die sich den Veranstaltungen der Faschisten wohlmöglich unbewusst anschließen, denn leider fehlt es dem Großteil der Black-Metal Szene oftmals an ernsthafter Distanzierung gegenüber den neonazistischen Auswüchsen, so dass der Agitation von Rechts der Einlass gewährt wird – in eine überschaubare, aber wachsende Jugendkultur.


Fragen, Kritik und Anregungen zur Korrektur nimmt die Redaktion unter mail@antifa-karlsruhe.org entgegen